Kojotentabak

Rauminstallation

2021

„Kojotentabak“ ist eine Präsentation des Zwischenstands meiner künstlerischen Forschung über die Tabakpflanze Nicotiana attenuata. Diese entstand aus der Zusammenarbeit mit der Wissenschaftlerin Pooja Snehrashmi vom Max Planck Institut für chemische Ökologie in Jena. Die Zusammenarbeit fand im Rahmen der Supporting Artists Residency „Entstehung einer künstlerischen Tatsache“ statt.

Pooja Snehrashmi untersucht das Mikrobiom an der Wurzel von N. attenuata und wie die Pflanze dieses durch chemische Signale generiert. N. attenuata, auch Kojotentabak genannt, spannt ein ganzes Netz an faszinierenden Beziehungen: zu Raupen und Faltern, Kolibris, dem Feuer und zu den indigenen Bewohner*innender der USA, für die Tabak eine heilige Pflanze ist. Auch in der naturwissenschaftliche Forschung wird die Intelligenz der Pflanze immer evidenter

Mit Pflanzen aus dem Gewächshaus im Max-Planck-Institut versuche ich, im Ausstellungsraum Tabak herzustellen und damit einen Raum für die vielfältigen Verbindungen ausgehend von N. attenuata zu schaffen. Zeichnungen und Recherchematerial bilden ein Display, welches Bezüge zwischen Natur und Kultur, Vergangenheit und Gegenwart und Wissenschaft und indigenem Wissen herstellt. Durch das halbtransparente Papier werden die Überlagerungen von Geschichte und kolonialen Kontinuitäten sichtbar. Die Zeichnungen darunter ergänzen das komplexen Netz des Miteinander Lebens, in dem menschlichen und mehr-als-menschlichen Akteur*innen unabdingbar miteinander verknüpft sind.

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